realitaet
Erkenntnis der letzten Wochen: MissingSusi ist Geschichte!

Hallo ihr Lieben,
ich melde dich mal wieder aus dem Leben voller Sonnen- und Schattenseiten.
Das Leben schreibt so verrückte Geschichten, dass „gut“ und „schlecht“ näher beieinander liegen können, als ihr denkt!
So bildet in diesem Sinne doch der Aufstieg, den ich am Wochenende mit meiner Mannschaft perfekt gemacht habe, die Sonnenseite meines aktuellen Lebens. Meine Güte war das GEIL! Anschließend gab es eine riesige Party mit Freigetränken für alle!
Aber so 100%ig glücklich konnte mich das einfach nicht stimmen. In meinem Kopf und in meinem Herzen schwirrten so viele andere Gedanken herum. Daran lag es wahrscheinlich auch, dass ich nicht besonders grandios gespielt habe. Egal – das ist nicht erwähnenswert.
Die Gedanken drehten sich zu 85% nur um einen Kerl – Schrecklich! Tja, wir hatten das wichtige Relegationsspiel um den Aufstieg gegen Eintracht Braunschweig gespielt. Und wie ihr euch denken könnt, gibt es zurzeit mal wieder einen Kerl in meinem Leben. Leider bin ich nicht so sehr in seinem Leben präsent, aber darüber mach ich mir später Gedanken.
Erstmal erzähle ich unsere Geschichte:
Begonnen hat alles vor ungefähr einem Jahr – in Nivelles bei der U18 EM. Er war als Co-Trainer bei den Jungs dabei. Naja, aber wenn man unser Kennen lernen beschreibt, kann man wirklich nur von einem Anfang sprechen. Es war so kurz und unwichtig für mich, dass ich mich fast gar nicht dran erinnern kann. Ich weiß nur noch, dass wir uns kennen gelernt haben und auch den ein oder anderen Blick und das ein oder andere Wort gewechselt haben.
Den nächsten Schritt haben wir in Leverkusen gemacht. Es war ein bescheidener Tag. Schlechtes Wetter, mir ging’s schlecht und ich wusste schon damals, dass es mein letztes Spiel auf dem Feld für die Leverkusener Damen sein sollte. Der Tag stand also unter einen sehr schlechten Stern. Trotzdem hat er es damals irgendwie hinbekommen, dass der Tag eine gute Wende nahm. Wir, Leverkusener, gewannen unerwartet gegen seine Braunschweiger. Vor dem Spiel hatte ich das alles noch gar nicht so gecheckt. Bis er kam und mich mit einem grandiosen Lächeln begrüßte. Danach habe ich die komplette zweite Halbzeit in der Nähe von seiner Trainerbank verbracht. Keine Angst nicht absichtlich, aber das er da war, gab mir einen richtigen Schub. Obwohl ich total am Ende war, kämpfte ich um jeden Ball und wollte vor ihm keine Schwäche zeigen.
Aber so richtig bewusst war mir das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. So dass er für mein weiteres Leben keine besondere Bedeutung bekam. Doch dann war es soweit. Unser nächster Schritt wurde eingeleitet. Mit meiner neuen Mannschaft fuhren wir nach Braunschweig zum Vorbereitungsturnier. Das ich dort auf ihn treffen würde, wurde mir auch erst am Tag der Abfahrt bewusst. Auf einmal fiel es mir ein, doch ab diesem Moment freute ich mich auf einmal riesig auf das Wochenende, wie als würde man einen Schalter umlegen.
Freitag hatte mein Zug leider so starke Verspätung, dass ich sogar zum Essen der Mannschaft zu spät kam. Und auch am Samstag war meine Begeisterung vorerst gebremst, denn von ihm war nichts zu sehen. Also nicht in dem Sinne – klar war er anwesend – aber kein Hallo, kein Lächeln, lag aber wahrscheinlich auch daran, dass es irgendwie nicht die richtige Gelegenheit dafür ergab. Unsere Wege trafen sich gar nicht richtig. Trotzdem war ich die jenige, die ihm Blicke schenkte, etc. Es gab jedoch die Wende!! Gegen Nachmittag mussten wir auf das nächste Spiel warten und hielten uns im winzigen Clubhaus von Braunschweig auf. Irgendwie war die Heizung defekt. Auf jeden Fall änderte sich andauernd die Temperatur. Es war mal wieder ziemlich warm geworden, als er kam und die Heizung richtig stellte. Zu dieser Zeit saß ich neben der Heizung auf der Massagebank und Anissa saß auf meinem Schoß. Ich schaute ihm amüsiert zu, denn meine Mannschaftskameradinnen brachten den einen oder anderen Spruch, so dass er die Heizung vor allen rechtfertigen musste. Als er fertig war, drehte ich mich ab. Eigentlich dachte ich er würde sofort wieder gehen, aber er drehte sich noch mal um und ging in die Küche. Als er dort wenige Sekunden später wieder raus kam, strich mir plötzlich zärtliche eine Hand über den Rücken und er rauschte vorbei. Obwohl ich total müde und genervt war, brachte mich das sofort wieder zum Lächeln. Sehr effektive Therapie.
Am Abend war dann die „Players Night“. Meine Güte hatte ich da mal keinen Bock drauf! Ich war so müde, hätte ich nichts gegessen und getrunken, wäre ich sofort vom Stuhl gefallen.
Dementsprechend früh bin ich ins Hotel gefahren, aber erstmal zu den Einzelheiten des Abends: Wir standen irgendwann dann endlich mit einem gigantischen Hunger beim Buffet an. Er war natürlich schon früher da gewesen und hatte dementsprechend seinen Teller schon in der Hand. Anstatt einfach irgendwo durchzugehen, drängte er sich ausgerechnet bei mir durch, jonglierte den Teller in einer Hand und strich mir mit der anderen wieder zärtlich über den Rücken. Gleichzeitig brachte er ein leises „Vorsicht“ über die Lippen. An dem Moment hatte er mich. Es gab keinen Weg mehr zurück. Dieser Kerl sieht gut aus, ist zärtlich und vom Charakter her genau mein Typ – direkt, ehrlich, liebevoll.
Hätte ich gewusst, dass ER der jenige war, der an diesem Abend die Musik auflegte, wäre ich bis zum bitteren Ende geblieben, aber da ich es ja eben nicht wusste, war für mich um 1 Uhr Zapfenstreich. Trotz meiner frühen Abreise bekam ich von ihm am nächsten Tag ein nettes Kompliment.
Er: „Warst du gestern auch da?“ Ich: „Ja!?!“ Er: „Sieht man!“
DANKE Casi, aber trotzdem liebe ich dich! Viel mehr Begegnungen gab es an diesem Tag auch nicht. Aber die Blicke wurden häufiger. Die folgenden Tage versuchte ich mich irgendwie auf das Lernen fürs Abi zu konzentrieren, aber NO WAY! Der Typ ging mir einfach nicht aus dem Kopf. Am Montag hatten wir noch auf Facebook eine kurze Konversation, aber mehr auch nicht. Erstaunlich schnell kam ich über ihn hinweg. Lag wahrscheinlich nur daran, dass ich mich extrem auf ABI und Hockey konzentrierte und das auch dringend nötig war.
Tja, Gefühle kommen zurück. Das ist überhaupt nicht schwierig, das dauert keine 2 Sekunden. Ein Blick und alles ist wieder da! So war es auch bei mir am eigentlichen „Sonnenschein“wochenende!
Wie gesagt wir spielten gegen Braunschweig im alles entscheidenden Spiel.
Diesmal wusste ich natürlich schon eine Woche vorher, dass wir ausgerechnet gegen ihn in das entscheidende Spiel mussten, dementsprechend angespannt war ich die Tage zuvor. Ich war so unglaublich aufgeregt. Im Nachhinein überlege ich, ob es wirklich wegen des Spieles war oder ob ich mich viel mehr auf ihn gefreut habe - Gefühle lassen sich zwar verdrängen, aber nicht so einfach abschalten. Schon vor dem Spiel schaute ich bei jeder Möglichkeit zu seiner Trainerbank. Diesmal machte mich das jedoch nur noch nervöser und war nicht unbedingt pushend. Fertig mit den Nerven startete ich also ins Spiel. Etwas ruhiger wurde ich erst als wir mit 1:0 führten. Noch in der ersten Halbzeit gab es einen unerfreulichen Zwischenfall. Eine Freundin aus meiner Mannschaft schoss seine Innenverteidigerin ab. In der deshalb entstandenen Pause hatten wir ein kurzes Gespräch, in dem er mich fragte, wer es denn gewesen sein und er mir ganz süß sagte: „Ich hab doch nur die zwei!“ und damit seine zwei Innenverteidigerinnen meinte. Für die Verletzte ging es in der zweiten Halbzeit jedoch weiter, sie hatte enormes Glück. Ja nach einem ziemlichen Kampf gewannen wir  das Spiel durch ein Tor zwei Minuten vor Schluss mit 2:1! Für ihn weniger gut also für mich. Wir waren aufgestiegen und die Braunschweiger mussten am darauffolgenden Tag noch ein Spiel bestreiten.
Trotzdem konnten wir circa 40 Minuten nach dem Spiel ein normales Gespräch miteinander führen – über das Spiel etc. Es war ein süßes Gespräch, in dem für mich der Augenkontakt im Vordergrund stand. Seine Augen sind ein Traum, unfassbar.
Etwas später gab es endlich etwas zu essen, dass hatte ich sooo lange ersehnt, denn Alkohol auf leeren Magen – also ich kann davon abraten!
Während wir aßen, hatte er am Nachbartisch ein Gespräch mit den Schiedsrichtern. Trotz meines großen Hungers hatte ich nichts anderes im Kopf als mich so hinzusetzen, dass ich möglichst unauffällig häufig zu ihm rüber schauen konnte. Als es so aussah, dass er den Tisch verlassen würde, drehte ich mich unauffällig wieder ab. Man muss es ihm ja nicht auf dem Tablett servieren, dass ich ihn liebe. Trotzdem hatte ich wieder eine zärtliche Hand an meinem Rücken als er an mir vorbei ging.
Mein Gott, Freunde, niemand kann jemanden so berühren, wenn ihm nichts an dem jenigen liegt. Der Typ macht mich fertig. Seit Tagen kann ich kaum essen, vor lauter Hunger ist mir schlecht und seine Anzeichen sind auch eher mau.
Zu allem Überfluss verlor er am Sonntag auch noch das zweite Spiel und ist somit nicht aufgestiegen. Nach dem Spiel gab es noch kurz einen Moment der Verbundenheit. Er kam völlig fertig vom Platz und ich saß beim Buffet beim Essen. Wir schauten uns an. Ich versuchte ein aufmunterndes Lächeln zu senden, aber ich schätze in so einer Situation wäre mehr erforderlich gewesen. Gerne hätte ich ihn einfach mal kurz gedrückt und feste in den Arm genommen, aber das wäre zu unangebracht gewesen. Sein Zustand hat mich jedoch genauso fertig gemacht wie ihn.
Deshalb habe ich mich erst Dienstag nach seinem Befinden erkundigt. Facebook-Chat!
Es war ein so tolles Gespräch. Ich hab ihn ein wenig aufgemuntert und er hat mir von seiner nahen Zukunft erzählt. Köthen, Urlaub, Polen U21 EM und Trainerakademie ab Oktober.
Ich habe mich ihm noch sie so nah gefühlt. Dabei war er über 300 Kilometer entfernt und wir haben bloß total billig gechattet. Würde so gerne seine Stimme hören. Ganz schlimm habe seine Stimme die Tage hier bei SAP gehört. Ob ich eine Stimme einfach in seiner Stimmlage wahrgenommen habe oder ob der Typ wirklich so gesprochen hat, weiß ich nicht, aber ich denke das sollte meine Situation deutlich werden lassen. ICH VERMISSE IHN SO!
Es geht schon so weit, dass ich mir einen anderen Kerl gesucht habe, der mir ihn zurzeit ersetzt, aber das geht so einfach nicht. Ich kann diesen lieben Kerl nicht für mein Gefühlschaos verwenden. Es kommt nämlich schon so weit, dass ich nicht mehr weiß, wenn ich liebe Ihn oder Ihn. Dabei sollte dies nach dieser Geschichte doch klar sein, oder?
Endlich! Gestern hat er sich bei mir gemeldet. Ich war bei Facebook online, habe aber nebenher was anderes gemacht. Als dann plötzlich mein Facebook kurz klingelte, wusste ich intuitiv sofort, dass er mir geschrieben haben muss. So war es dann ja auch! sooo toollll!
Er braucht nur wenige Sekunden und ich bin weder müde noch schlecht gelaunt. Auch heute wirkt sein Zauber noch! Man kann mir das Lächeln nicht aus dem Gesicht nehmen. Heute nicht mehr! Selten war ich so glücklich, dabei ist er noch nicht mal hier bei mir!
Spruch der letzten Wochen: Mᚠpěkný oči!!
29.6.10 14:24
 


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