realitaet
regnerische Ostern

Hallo ihr Lieben, vorab hie erstmal die Berichte unserer Torhüter:

1.Tag: Donnerstag, 9.April 2009

Streikende Köchinnen und die große Rettung durch Stephan Haumann

Die Anreise der u18 und u16 erfolgte über zwei Flughäfen: Frankfurt und Düsseldorf. Während die Düsseldorfgruppe ihr Mittagessen nach der Ankunft in Ruhe genießen konnte, blieb den Frankfurtern dafür deutlich weniger Zeit. Nach einer kurzen Eingangsbesprechung ging es zugleich zur ersten Trainingseinheit, bei der die Platzgewöhnung an erster Stelle stand. Einige wollten den relativ neuen Platz sofort einpacken und mit nach Deutschland verfrachten. Mittlerweile waren dank engagierter Eltern einer U16-Spielerin und unserem heftig schleppenden Stephan auch Getränke angekommen. Auslaufen und ab zum Campus der “University Of Nottingham“, wo sich unsere Unterkunft befindet. Doch leider kamen wir 15 Minuten zu spät bei der Essensausgabe an, so dass die Köchinnen streikten. Dank Stephan Haumann kamen wir dann doch noch zu Lammbrei alias Moppelbrei.... und Pommes. Großes Lob hierfür. Eine letzte abendliche Besprechung, die erste Konflikte mit unseren spanischen Freunden einbrachte, stellte unser Ziel für de Maßnahme klar. Nachtruhe und Gute Nacht!!!

 

2.Tag: Freitag, 10.April 2009 Einen Ordnungsleutnant benannt

Nach einer eher unruhigen Nacht begann für uns der Tag mit einer ungewöhnlich kurzen Morgeneinheit. Der Geruch der „baked beans“ und „sausages“ erreichte uns schon vor der Schwelle zum Frühstücksraum. Glücklicherweise hat Michaela an Vollkornbrot und Haferflocken gedacht, sodass wir dann doch satt wurden und gestärkt waren für die folgenden gruppenspezifischen Besprechungen. Bereits um 11:30 Uhr rannten wir rüber zum Clubhaus, um zu Mittag zu speisen: Liebevoll abgezählte Salatblätter aus der Tüte und rationierte Portionen Nudeln konnten uns nicht wirklich positiv stimmen, stellten jedoch eine qualitative Steigerung zum Vortrag dar. So zogen wir wieder zurück in unsere Unterkunft, um eine weitere Videobesprechung abzuhalten. Das erste Spiel gegen Spanien ließ dann nicht mehr lange auf sich warten. Bei typisch britischem Wetter begann das Spiel recht holprig, und wir gingen ziemlich unverdient mit 1:0 in die Pause. Trotz der meteorologischen Beeinträchtigung kamen wir besser ins Spiel und konnten noch einen zum 2:0-Endstand drauflegen. (Tore durch Lara Kruggel und Katrin Bremer). Um die Sauberkeit auf und neben dem Platz zu garantieren, wie sie in einer Declaration gefordert wurde, führten wir ein neues Amt ein: den Ordnungsdienst. Zum obersten Ordnungsleutnant wurde Piet benannt, die ihren Job bereits am ersten Tag gewissensvoll erledigte.
Ab in unser „trautes Heim“, wo schon dampfende Kochtöpfe auf uns warteten. Die abschließende Videobesprechung beförderte noch kleine Schwächen zu Tage, doch zeigte sie schon eine „ganz solide Leistung“.
Bleibt noch zu sagen: „Hut ab, Leute!“

 

3.Tag: Samstag, 11.April 2009 Men’s health and help

Als der Wecker um 8:15 Uhr losschrillte, waren die meisten von uns schon wach - Lara ließ sich bereits die Zorromaske anlegen. Dank tatkräftiger Unterstützung lautschreiender U16-Mädels, fiel uns dann das Aufstehen auch nicht mehr schwer. Auch Det schien nicht mehr so verschlafen zu sein wie am Vortag, und das wirkte sich auch auf den Morgenlauf aus. Eine komplette Temporunde um den Universitätssee stimmte uns schon auf das heutige Match gegen die Käseroller ein, das versprach, im Gegensatz zum gestrigen Spiel, sich temporeicher zu gestalten. Die relativ lange Pause bis zur nächsten Besprechung nutzten die meisten zur Entspannung oder für tiefgründige Gespräche. In der Besprechung lernten wir eine besondere Stärke der Holländer zur Genüge kennen: Sie schalten schnell um! Nach einer kurzen Zwima ging es dann satt und hochmotiviert zum Platz. Ein „sehr gutes Pressing“ (Jacobi) hielt die Hollis in der ersten Halbzeit gut in Schach und bereitete uns einige Torchancen, die allerdings ungenutzt blieben. Torlos ging es in die Pause. Die ziemlich ausgeglichene Partie konnte dann Holland dank besserer Chancenverwertung mit 2:0 für sich entscheiden. Trotz der Steigerung zum Vortag und der guten Vorstellung unsererseits waren wir mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden. Das feurige Mittagessen feuerte die Stimmung weiter an. Im Folgenden stand eine lange Pause von drei Stunden an, die manche mit Schlafen, Shoppen in „Nottingham City“ oder Behandlung bei Detlev (alias Det) verbrachten. Im Zuge dessen wurde die Erkenntnis des Tages errungen: Detlevs Abo von Men’s Health kostet jährlich ca 40 € und ist jeden Cent wert! Nach dem Abendessen gab es einen leckeren Streuselkuchen mit definierbaren Früchten und Vanillesoße. Die abschließende Besprechung hinter sich gebracht, fielen auch schon die Augen zu.

 

4.Tag: Sonntag, 12.April 2009 Kleiner Nervenzusammenbruch im Physio-Zimmer

Pünktlich um 8:15 Uhr, als die ersten Sonnenstrahlen in unsere „Einzelzellen“ fielen, wurden wir vom Hoppeln des Osterhasen geweckt, der im Schlafanzug durch die Gänge hopste und dabei nicht nur Ostereier, sondern auch seinen Zimmerschlüssel verlor! Beim Lauf um den Universitätssee fanden wir leider keine weiteren Ostergeschenke. Nach dem Frühstück ging es zur ersten Besprechung des Tages. Danach liefen wir zum Lunch ins Clubhaus des Beeston Hockey Clubs. Das heutige Mittagessen zeichnete sich durch Variantenreichtum aus, die Wahl zwischen Wurstlasagne und superspicy Chili vom Vorabend fiel nicht allen leicht, aber die Info, dass das Viertelfinale der Euroleague UHC gegen Egara Terrassa übertragen wurde, löste die gesellige Mittagsrunde schlagartig auf. Wieder zurück im „home sweet home“ setzten wir uns gleich zu einer weiteren Besprechung zusammen. Die klare Ansage, die Inselaffen nicht zu unterschätzen, nahmen wir nicht auf die leichte Schulter. In der folgenden Pause erlitt unser Physio Det einen kleinen Nervenzusammenbruch, da dieser Bericht stets im Physiozimmer entsteht und nicht selten mit tatkräftiger Hilfe der Behandelten unterstützt wird.
 

Das bei ungewöhnlich guten Wetter stattfindende Spiel gegen die Inselbewohner endete nach der 1.Halbzeit mit 0:0. Trotz des superaggressiven Pressings der Engländer hielten wir den Kasten hinten sicher und spielten gut hinten raus, doch war schon oft vor dem Schusskreis für uns Endstation. Zur 2. Hälfte stellten wir defensiv um und fuhren somit besser. Eine klasse herausgespielte Ecke verwandelte Marilena Krauß zum 1:0. Daraufhin gaben die Engländer noch mal alles und übten auf unsere Abwehr noch mehr Druck aus. In der letzten Minute erspielten sie sich so noch mal eine Ecke, die per Nachschuss zum 1:1 Endstand verwandelt wurde. Wir jubelten und fielen uns in die Arme, denn das hart erkämpfte Unentschieden in einem temporeichen Spiel reichte uns für den Einzug ins Finale und somit für ein weiteres Match gegen unsere Spezis, den Hollis. Übrigens: Die Wette der beiden Behandelten aus Det’s Zimmer lagen mit ihrem Tipp zum Ergebnis des heutigen Spiels ziemlich daneben. Wer jetzt die Kamu gewinnt, bleibt abzuwarten, nicht wahr Krissi und Marie?? Mit knurrendem Magen verschlug es uns dann auch endlich zum Abendessen in die Mensa. Danach gab es die traditionelle Besprechung mit der folgenden heiß ersehnten Nachtruhe.
3:1 Sieg gegen England: Marie
4:1 Sieg gegen England: Krissi

 

5.Tag: Montag, 13.April 2009 Regelrechter Tauschwahn am letzten Abend

Nach vielen skurrilen Träumen erwachten wir hochmotiviert auf unseren durchgelegenen Federkernmatratzen. Die obligatorische 25-Minuten-Seerunde hinter uns gebracht, führten uns unsere Schritte zum Frühstück. Leider war das Vollkornbrot soweit aufgebraucht, dass Grundnahrungsmittel Nummer Eins heute Morgen Toastbrot und Müsli darstellten. Endlich wurde Freundschaft mit dem Bad geschlossen, ab jetzt waren wir mit dem Klohäuschen per Du, was uns direkt dazu verleiten ließ, die ganze Zeit des Zähneputzens über dort zu verbringen (natürlich weiterhin nur MIT Schuhen). In der Frühstückspause kamen die U16er Mädels vorbei, um uns 72 Liter bestes sparkling water und 850g feinste Schokokekse netterweise vorbeizubringen, die allerdings auf mysteriöse Weise recht schnell verschwanden. Nichtsdestotrotz hieß es auf dem Flur nur: „Ey, wir haben Oreo-Kekse!!“ und „Geeeeil!“. Ein großes Dankeschön an die U16 fürs Tragen, Scheibu fürs Kaufen, Stephan, weil er ja eigentlich der Chef ist, und an den DHB für die finanzielle Unterstützung!
 

Nach langem Hin und Her stand nun endlich das Finalspiel gegen Holland an. Nach line-up und Nationalhymne legten mehr die Hollis los als wir. Unser Motto schien zu sein: „Wer bremst, verliert.“ Und so schossen wir an allen Bällen vorbei. Zur Halbzeit stand es bereits 2:0, und damit waren wir noch sehr gut bedient! Für die 2. Hälfte nahmen wir uns noch mal zusammen, doch kassierten wir gleich die nächsten zwei Tore zum 0:4. Ein toll ausgespielter Konter über die rechte Seite und ein starkes Durchsetzungsvermögen von Rebecca Grote führte zum Anschlusstreffer. Durch dieses Tor fassten wir nochmals Mut und spielten mutiger auf. Doch diese Phase hielt leider nicht lange an, und wir kassierten das 5:1. Marilena Krauß, die aus der Verteidigung in den Sturm geschickt wurde, netzte nach einem tollen Solo zum 5:2-Endstand ein. Dem Entstand entsprechend war die Stimmung nach dem Spiel eher gedämpft, und wir bekamen deutlich zu hören, dass wir athletisch einiges aufzuholen haben.
 

Im ungewöhnlich leeren Speisesaal (einige Teams waren schon abgereist) schmeckte das Essen deutlich besser als an den Vortagen. Eine unerwartet glimpfliche Spielbesprechung, die unsere Abschlussbesprechung mit einschloss, folgte. Während die Frühaufsteher von morgen (Düsseldorffahrer) Einzelgespräche führen mussten, entstand in unserer Herberge ein regelrechter Tauschwahn und die Flure glichen einem türkischen Basar. Bis spät in die Nacht wurden Polos vertickt, Hosen geschmuggelt und „Stulpenstrümpfe“ verhökert.
Vielen Dank an den Staff, dass wieder einmal die Torhüter die zeitraubendste Aufgabe übernehmen durften! Auch in Zukunft werden wir dieses Amt gerne übernehmen, solange uns Scheibu ihre technische Ausstattung überlässt.
 
In Liebe, eure Torhüter

So ihr Lieben da bin ich wieder:

Also Ostern war etwas niederschmetternd ... ich persönlich hab mich ein bisschen wie der ewige Schuldige gefühlt. Egal ob es außerhalb oder auf dem Platz war. Klar hab ich auf keinen Fall mein bestes Hockey gezeigt, aber ich war jetzt auch nicht super schlecht! Und ja ich hab neben dem Platz echt viel Spaß gehabt, aber ich hab jetzt nicht durchgehend Quatsch gemacht, aber wenn was anfiel, war ich es grundsätzlich zuerst! Ich könnte ausrasten! Und dann wundert sich Lisa, dass ich niedergeschmettert bin! Komisch was??! Boar! Aber es gab auch die schönen Seiten: Zum Beispiel hab ich Montag abend noch gegen Vali Billiard gespielt und zwei Eis gewonnen! Juhu!! Das war schön ... natürlich will ich nix von ihm, aber es war einfach schön mal wieder etwas mit jemandem zu machen der dir zuhört und auf dich zu kommt ... ansonsten hatte ich eine wirklich schöne Zeit ... vor allem mit Mari war es wieder richtig cool! Sie ist echt die Beste! So mal schauen wie es im Mai an meinem Geburtstag wird! Küsseee an euch!

 

Weißheit der Woche: Manchmal braucht man Leute die auf einen zu kommen und dir ein Lächeln schenken!
29.6.10 14:09
 


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